Samstag, 20. Mai 2017

Drei Tage in Amsterdam #marylebowvsamsterdam

Viele Jahre war Amsterdam nicht auf meinem Reiseziel-Radar. London und Paris waren immer eine zu große Konkurrenz, wenn es um die Suche nach einer Destination für ein langes Wochenende ging. Es hat auch nichts mit „The Fault in Our Stars“ zu tun, dass ich doch endlich einmal nach Amsterdam wollte … es war vielmehr der Januar- und Nachweihnachtsblues, der mich beim Pläne schmieden für kleine Fluchten im Frühling und Sommer an die niederländische Hauptstadt denken ließ. An der Stelle fällt mir auf, dass ich vorher noch nie in den Niederlanden gewesen war. Wahrscheinlich hatte ich während all der Skiurlaube in meiner Kindheit und Jugend stets so viele Holländer um mich gehabt, dass es sich anfühlte, als wäre ich selbst schon einmal dort gewesen. Wie dem auch sei, Amsterdam war Ende April endlich unser Ziel und für drei Tage unsere Entdeckungsspielwiese. #neverstopexploring

Montag, 1. Mai 2017

Müsli 🐦

Dass Frühstück mir die liebste Mahlzeit des Tages ist und ich auch 3x pro Tag frühstücken könnte, ist kein Geheimnis. Ich habe vergangenes Jahr bereits einmal von dem Breakfast-Granola erzählt, das ich regelmäßig in sehr großen Mengen selbst mache (und in ebenso großen Mengen esse). Doch wenn mir einmal nicht nach diesem zwar einfachen, aber etwas zeitaufwendigen Prozedere ist, mische und röste ich mir gerne mein eigenes Müsli. Manchmal in einzelnen Portionen, einfach in der Pfanne – manchmal aber auch in Vorratsmenge auf einem Blech im Backofen. 👀

Sonntag, 23. April 2017

»Thank U« (1998)

Vor ein paar Tagen, als ich die Wohnung saugte, fiel mir Ironic von Alanis Morissette ein. Erst sang ich nur im Kopf, dann laut. Der Staubsauger gab mir Deckung. Als ich mit dem Flur fertig und im Wohnzimmer angekommen war, holte ich mein iPhone. Ich wollte back-up von Alanis und steckte mir die Kopfhörer in die Ohren. Ich habe nur die unplugged-Version von Ironic. Sie war auf einer CD, die ich 2002 zu Weihnachten bekommen hatte: The Very Best of MTV Unplugged. Hands Clean war meine erster bewusst gehörter Alanis-Song, auch wenn Ironic schon einige Jahre zuvor veröffentlicht worden war. Hands Clean kam 2002 raus. Ich habe es zum ersten Mal während eines Skiurlaubs in Österreich gehört, auf der Piste. Nach einer Abfahrt kam ich an der Sessellift-Station an, dort lief das Radio und als ich mich in die Traube der Wartenden einreihte, sang Alanis Morissette Hands Clean. Und wie das eben so ist bei einem wirklich guten Pop-Song, ging er mir sofort ins Ohr und blieb da. Und wie das Anfang 2000 eben so war, hatte ich keine andere Möglichkeit herauszufinden, welches Lied ich gerade gehört hatte, als einfach zu warten, bis es wieder im Radio lief. Wann immer ich Hands Clean höre, auch heute noch, 15 Jahre später, denke ich an diese Liftstation, den Abschwung, die Februarsonne.

Montag, 17. April 2017

sheep therapy 🐑

An einem Samstag Mitte März verließen wir Berlin in nordwestliche Richtung. Berlin, die Stadt und das Bundesland, enden mit der Ortsgrenze und man fällt aus dem realen Leben ins Nirgendwo. Für ein Auge, das viele Jahre den Blick auf die Alpen gewöhnt war, könnte die flache Weite Brandenburgs karg und leer wirken. Doch sie hat etwas unverstelltes, und gleichzeitig beruhigendes, weil sie alles von sich offen legt und keine Ungewissheit hinter Hügeln versteckt oder Erwartungen schürt, indem sie vor etwas vielleicht noch Kommendes lange Bergketten schiebt. Was es gibt, sieht man offen vor sich und was man nicht sieht, gibt es auch nicht.
Mit Berlin im Rücken und dem Horizont im Blick fuhren wir an dem Tag also Richtung Fehrbellin zu Minnas Schafen.