Samstag, 24. September 2016

Ein Wochenende im August

26.-28. August 2016, Kreuzberg/Prenzlauer Berg/Mitte (analog)

Die bleibenden Erinnerungen an einen Sommer sind meist die sehr kleinen, die kurzen Momente, die Augenblicke, in denen die Sonne durch die Baumkronen auf mich scheint, wenn ich im fleckigen Halbschatten am Friedhof in der Bergmannstraße Richtung Südstern und nach Hause radle. Im August kann ich den Sommer gut finden, weil ich weiß, dass er nicht mehr lange bleiben wird und weil er milder gestimmt scheint − als habe er selbst keine Kraft mehr für lange Tage voll sengender Hitze.

Samstag, 17. September 2016

When in doubt: Pasta 🍝 🇮🇹

Wenn es um Pasta geht, mache ich keine Kompromisse. Nudeln sind wirklich mein liebstes Essen. When in doubt: Pasta. Ehrlich. Und so gerne ich beim Kochen und Backen die demeter-Dinkelvollkorn-Omi bin: Wenn es Pasta gibt, dann schöne aus Weißmehl von Barilla oder De Cecco und auch keine Mäuseportion, sondern die doppelte. Food-Positivity, liebe Leute. Essen ist wichtig, es macht, dass Körper und Geist Leistung bringen können. Essen sollte Spaß machen und Pasta macht mir sehr großen.

Samstag, 3. September 2016

Self-Care

[...] this world is never stopping for me / But I will try and I will keep on trying.
Amy Macdonald No Roots
Die letzte Zeit war anstrengend. Ich stecke viel weg, aber halte nicht alles aus. Das finde ich gut so. Endlos belastbar zu sein ist für mich nicht erstrebenswert. Denn wenn ich alles „aushalte“, bin ich taub geworden. Ich mag diesbezüglich besonders empfindsam sein, aber auch das finde ich gut so. Ich will nicht erst an die Belastungsgrenze kommen, bevor ich nein sage und mich um mich selbst kümmere.
Selbstfürsorge bedeutet wahrscheinlich für jeden etwas anderes. Für mich beginnt sie mit Nachsicht mir selbst gegenüber. Be kind to yourself. Ich kann nicht perfekt sein, kann nicht alles schaffen, an alles denken, heute schon die Lösung für ein Problem haben, das eventuell, vielleicht, möglicherweise in drei Wochen auftritt. So arbeitet mein Kopf aber und das ist der Anspruch, den ich an mich stelle. Eine Messlatte, die immer ein Stück höher rutscht, sobald ich fast, beinahe im Begriff bin sie zu erreichen. Auf die Bremse zu steigen, mir wirklich erst in drei Wochen über besagtes Vielleicht-Problem Gedanken zu machen und Dinge einfach nur fertig, statt perfekt zu machen, musste ich erst lernen. Und ich lerne immer noch. Es gibt ein sehr nützliches Wort, das einem in dem Zusammenhang ein riesiges Stück weiterhelfen kann: Nein. Das ist oft die Antwort, welche ich (im ersten Schritt) Aufgaben und Pflichten gebe, die von außen auf mich nieder regnen; einfach nur, um mir Raum (zum Atmen) zu schaffen und mich abzugrenzen. Das gibt mir überhaupt erst die Möglichkeit, die Dinge anzugehen. Wenn ich also die vollgepackte Mail-Inbox des Todes habe, gehe ich erstmal ein paar Schritte in die andere Richtung davon, statt mich sofort manisch ans Werk zu machen. Ein sanftes, vorübergehendes Nein also und einen Moment für mich, den ich mir vorstelle wie ein Vakuum. In diesem Moment versuche ich an nichts zu denken, oder auf jeden Fall nicht an das, was dringend erledigt werden will. Nach einer Weile kann ich dann zurückkehren und die Dinge tatsächlich anpacken, aus dem Nein ein „Gut, ok, aber zu meinen Bedingungen.“ machen.
Nein ist ein sehr wichtiges und machtvolles Wort im Zusammenhang mit Selbstfürsorge. In den meisten Fällen sage ich es zu mir selbst, wenn ich mir zum Beispiel aufzähle, was ich alles „muss“. Auf Sätze, die mit „du musst“ anfangen, ist ein freundliches, aber entschiedenes „nein.“ ohnehin meist die beste Antwort.
Nachsicht, Güte, Menschlichkeit mir selbst gegenüber. Der Versuch, die eigene Geisteshaltung zu verändern. Damit fängt es an, das liegt allem zugrunde und durchwirkt, was für mich danach kommt: Wie ich mich entscheide, meine freie Zeit zu verbringen. Ob es nun die nach der Arbeit oder am Wochenende ist. Für Selbstfürsorge braucht man kein Zeitbudget von einer Woche, keinen ganzen Urlaub. Man kann schon mit zehn Minuten anfangen. Wie ich eingangs schon sagte; Selbstfürsorge beutetet sicher für jeden etwas anderes. Was mir hilft, können Vorschläge und Anregungen sein. Was dir hilft, kannst nur du rausfinden.

Samstag, 27. August 2016

The Easiest (Vegan) Granola Bars

Als ich zuletzt über Essen gesprochen habe (Lieblingsthema), ging es um meine liebsten Snacks für das (Nach-)mittagstief. Teil davon war ein selbstgemachter Müsliriegel, für den ich heute das Rezept nachreiche. Vor einiger Zeit hatte ich etwas ähnliches schon mal gemacht − die Riegel waren jedoch eine Spur aufwendiger und ausladender, was die Zutaten betrifft. Diese sind sehr simpel, schnell gemacht und wirklich fein!

Samstag, 13. August 2016

Erinnerungen an eine Reise: Irland 2015

Home is so sad. It stays as it was left,
Shaped to the comfort of the last to go
As if to win them back. [...]
„Home Is So Sad“ von Philipp Larkin

Die Reise, sie sitzt dort wie eine Insel, inmitten der gleichtönigen Alltäglichkeit. Man selbst hat ihr diesen Platz gegeben, schon Monate zuvor. Und nun wartet sie. Zeit, die sich wie eine Ewigkeit anfühlt, vergeht doch irgendwann und man macht sich endlich auf. Zu der Reise, der Insel. Das Zuhause zurückzulassen konnte man kaum erwarten und deshalb fällt es nicht schwer. Die Schwere kommt erst mit der Heimkehr. Wenn man die Wohnung betritt und plözlich wieder zurück ist, inmitten all dessen, was man vor kurzer Zeit kaum erwarten konnte, hinter sich kleiner werden zu sehen. Nichts hat sich verändert. Nirgends ein Zeichen für tatsächlich vergangene Zeit. Es ist als hätte man nur kurz geblinzelt und während eines Wimpernschlags eine Reise gemacht, auf die man Monate gewartet hatte. Home is so sad. Dann wiederum ist das Zuhause der einzige Grund, warum Heimkommen eben nicht traurig ist. Weil es unverändert ausgeharrt und gewartet hat … Shaped to the comfort of the last to go / As if to win them back. Es gibt einen Faden, den man aufnehmen kann und bekannte Muster, die einem helfen, wieder einen Rhythmus zu finden.

Samstag, 6. August 2016

New Plantfriends 🌵

In unserer neuen Wohnung sind wir nun schon 1,5 Jahre. Von „neu“ zu sprechen trifft es also nicht mehr ganz. Dennoch passiert und verändert sich ständig etwas, wir versuchen zu verbessern und alles im Fluss zu halten. Nur wenn man bewusst betrachtet, womit man sich umgibt und in Frage stellt, was man besitzt, häuft man nichts Überflüssiges an und stellt sicher, dass Materielles Relevanz und Bedeutung hat. Was diesen Anspruch nicht erfüllt, kann weg. So entsteht Platz und ja, räumliche Leere. Diese mit neuen Dingen zu füllen wäre widersinnig, was unserer Wohnung aber noch fehlte, war mehr Leben. Daher haben wir neue Pflanzenfreunde zu uns geholt.