Montag, 6. Juli 2015

Dinner and a Movie #4

Schinkennudeln gehörten zu meinen Lieblingsspeisen, als ich ein Kind war (und noch Fleisch aß). Neulich hatte ich ganz plötzlich Lust darauf...
Während ich die Vorstellung von vegetarischer/veganer „Wurst“ normalerweise ein bisschen unheimlich finde … so auf dem Brot – wollte ich ihn für die „Schinkennudeln“ einfach mal ausprobieren. Und weil ich seit meinem letzten „Dinner and a Movie“-Post schon Ewigkeiten vergangen sind, kombinierte ich das Nudelexperiment mit einem meiner Lieblingsfilme, den ich jeden Sommer gucken muss.



Erst einmal aber zu den Nudeln – man braucht:

• Fusilli Nudeln • vegane/vegetarische „Wurst“ – ich nehme „Salami“, weil sie sehr würzg ist) • Frühlingszwiebeln • Paprika • Soyasahne • wahlweise (und für die vegetarisch/nicht vegane Variante) 2 Scheiben Käse •

Randnotiz: Ich kenne Schinkennudeln ein bisschen als ein Resteessen. Ob da nun Paprika reinkommt oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen.


Zuerst die Frühlingszwiebeln in etwas Olivenöl anschwitzen und nach ein paar Minuten die klein geschnittene Paprika dazugeben. Ordentlich mit Salz, (Orangen/Zitronen-)Pfeffer, Chili-Öl o.ä. würzen und dünsten.
Parallel in einer weiteren Pfanne die gewürfelte „Wurst“ anbraten.




Das Paprikagemüse mit etwas Wasser ablöschen und mit Sojasahne verfeinern – ggfs. nachwürzen und weiter köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist.
Dann die gebratenen Wurstwürfel dazugeben und die gekochten Nudeln mit in die Pfanne geben. Wenn man sich für die nicht-vegane Variante entscheidet, zum Schluss etwas gewürfelten Käse unter die Nudeln heben.



Da sind wir auch schon fertig mit unseren „Schinkennudeln“ und auch das Geheimnis um die Filmwahl kann gelüftet werden: Die fabelhafte Welt der Amélie stand auf dem Programm, denn es gibt keinen Film, der einen das Leben, sich selbst und einfach alles so sehr akzeptieren und gut finden lässt, wie diese abgefahrenen 117 Minuten. Und die Musik erst!
Den Film habe ich in einem Juni (vor gar nicht allzu vielen Jahren) zum ersten Mal gesehen und muss ihn seither jeden Sommer wieder gucken. Der Sommer macht mich manchmal schwermütig, denn die Hitze und ich sind keine sehr guten Freunde. Amélie mit ihrem wunderbaren Knallkopf und die zauberhafte Musik lassen mich dann leichter werden und die Jahreszeit, sowie alles weitere, drückende, annehmbarer und das Leben generell lebenswerter finden.



Ich hoffe, jeder hat so einen Lieblingsfilm und ein ganz besonderes Seelenessen, das alles besser macht. Nudeln stehen da bei mir sowieso ganz hoch im Kurs und was die filmische Unterhaltung betrifft, ist z.B. Harry Potter auch auf meiner Liste der „das Leben ist schön“–Streifen.



So, nun habe ich das Wort „Streifen“ synonym für „Film“ verwendet und verabschiede mich besser.
Auf Wiedersehen.


Dinner and a Movie #3

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