Sonntag, 12. Juli 2015

Gone Boating

Im Tiergarten gibt es einen See, den Neuen See. Wegen der Boote, die man dort leihen kann und wegen des angeschlossenen Cafés, erinnert er mich ein bisschen an den Kleinhesseloher See im Englischen Garten. Auch dort gibt es einen Biergarten und einen Bootsverleih und — ach, München...



Jedenfalls: An einem Sonntag, der für meinen Geschmack genau im richtigen Maße sommerlich war (Temperatur < 25° C) sind wir an besagten See im Tiergarten geradelt und haben uns für eine Stunde ein Ruderboot geliehen. FUN TIMES!



Wir hatten Glück und ergatterten das letzte Boot. Für eine Stunde 10€ auf den Tisch gelegt, eine kurze Unterschrift geleistet, mit der wir den Verleiher von jeder Verantwortung befreiten, sollten wir uns in Lebensgefahr begeben und ertrinken, und schon ging es raus aufs offene Meer.




Den Wind in den Haaren, die schreienden Möwen über uns kreisend ... nicht ganz. Rudern ist schwieriger als man denkt. Man fährt ja quasi rückwärts und wenn man versucht zu lenken, ist alles irgendwie seitenverkehrt – oder macht sich da etwa nur (m)eine kleine Rechts-/Linksschwäche bemerkbar?



Der See hat eine leichte Strömung: Als wir uns in die Mitte des Sees gerudert und unser Picknick ausgepackt hatten, drifteten wir immer wieder in Richtung der Kanäle, in die man laut des Verleihers aUF KEINEN FALL FAHREN SOLLTE WEIL LEBENSGEFAHR!!1
(In Wirklichkeit soll man dort einfach nicht die nistenden Vögel stören, vermuteten wir.)



Die Enten auf dem See waren in der Tat latent genervt von den ganzen schwimmenden Nussschalen mit orientierungslosen Menschen an Bord. Viele hatten ihre Köpfe unter den Flügeln und paddelten gelangweilt zur Seite, wenn man mit seinen Rudern angepatscht kam. (Entschuldigung.)



Unkoordiniertes Rudern, Enten stören und Lebensgefahr mal beiseite: Was für ein schöner Sonntagsausflug! Dass für eine Stunde der Boden unter den eigenen Füßen instabil und wackelig ist und man nur Wasser um sich hat, ist mal was anderes. Und auch die Radstrecke durch den Tiergarten, der da wie ein Wald wuchert, war wunderbar.



Land ahoi und auf bald!

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