Sonntag, 16. August 2015

Sommerlieblinge

Dass der Sommer und ich keine innige Freundschaft pflegen, ist ja mittlerweile vielleicht durchgesickert. In erwartungsvoller Vorfreude auf den Herbst kaufte ich letzte Woche bei 35°C beispielsweise einen kuscheligen Hoody. Aber es ist nicht alles schlecht am Sommer, das kann auch ich zugeben. Wenn mir einfallen soll, was gut ist an dieser Jahreszeit, kann ich schon auf das ein oder andere kommen: Das Obst, das es zu kaufen gibt. Sandalen tragen, viel Tageslicht haben und draußen Sport machen können, ohne Handschuhe und Eisglätte Fahrrad fahren...
Es gibt auch Dinge, Produkte, die mich den Sommer wohlwollender betrachten lassen. Düfte zum Beispiel, die nach Urlaub riechen, Lieblingsröcke oder -lippenstifte.



Mit Düften tue ich mich grundsätzlich schwer, im wahrsten Sinne des Wortes: zu schwer sind die meisten. Und zu süß. Oder zu blumig. Pick one. Von vielen Parfums bekomme ich Kopfschmerzen. Vor drei Jahren lief mir aber dann der Sommerduft von Estée Lauder über den Weg: Er ist limitiert und riecht jedes Jahr ein kleines bisschen anders. Grundsätzlich aber immer nach Urlaub irgendwie. Ein wenig Kokos kann man darin ausmachen, den Duft von Meer und frischer Luft. Das Parfum ist leicht wie ein Body-Spray und ich sprühe es meistens direkt nach dem Duschen auf die feuchte Haut, dann hält es länger, möchte ich glauben. Seit ich den Duft zum ersten Mal kaufte, war ich sehr sparsam damit. Trotzdem musste ich ein Back-Up haben, als es diesen Sommer neu aufgelegt wurde. Wieder limitiert, aber nun kann ich entspannter sein, weil ich ja ein zweites habe.


Auch schön kann ich finden, dass mir die ganze Make-Up-Sache zu anstrengend ist und zudem nutzlos erscheint: Wo ich im Winter Concealer oder eine leichte Foundation benutze, lasse ich die Gesichtshaut im Sommer einfach blank, denn a) schwitze ich dann schon mal weniger und kann b) mein Gesicht den zehntausend Sommersprossen überlassen, die ich nicht abdecken möchte.
Mit Rouge bin ich dann ähnlich faul und benutze eigentlich nur ein (klitzekleines) bisschen matten Bronzer zum Konturieren. Mein liebster ist von Lancôme. Der Ton ist hell und natürlich genug und zudem duftet das Produkt sehr, sehr fein.



Auch auf den Lippen ist mir etwas leichtes, frisches im Sommer lieber ... also matte Finishes oder extrem cremige Texturen muss ich nicht haben bei >35°C. Ein Lippenstift, dessen Farbe ich besonders mag im Sommer, ist 418 Misia von Chanel. Weil ich mich auch mit Augen-Make-Up nicht hingebungsvoll beschäftige bei großer Hitze, dürfen die Lippen farblich ruhig etwas kräfter sein. Ein sommerliches, helles Rot – präziser geht es leider nicht, entschuldigt – ist da genau richtig für mich. Die Textur ist außerdem so leicht und unkompliziert, dass man für den Auftrag keinen Spiegel braucht oder mit Lipliner hantieren muss. Alles zu viel Arbeit bei der Hitze.





Eine Neuentdeckung dieses Sommers sind die Pflegeprodukte von & other Stories. Also dass es den Laden gibt und der auch Kosmetik etc. führt, war mir bewusst, aber bisher hatte ich trotzdem nie das gesteigerte Bedürfnis gehabt, etwas dort zu kaufen. Nicht zuletzt wegen des Preises. Vor ein paar Wochen, als die Hitze begann, bekam ich dann zwei tolle Sachen aus der Pflegereihe geschenkt: Body-Peeling und Lotion, beides riecht sehr erfrischend und fein nach Zitrone.
Das Peeling hat eine ganz eigenartige und tolle Konsistenz. Erst ist es glasig-transparent und zäh wie Honig und wenn man es mit Wasser auf der Haut hat, wird es richtig schön cremig, ohne komisch zu schäumen. Morgens in der Dusche nach dem Sport, an einem Samstagmorgen ist das richtig toll.
Auch die Bodylotion duftet fein und ist nicht fettig und schwer. Unter manchen Cremes fange ich im Sommer nämlich an zu schwitzen (das ist schrecklich) und bei dieser Lotion hier zum Glück gar nicht der Fall.


Last but not least: Ein Rock und Schuhe. Bei den Schuhen scheiden sich die Geister, das weiß ich schon, aber das macht nichts, denn für mich sind sie wunderbar: Birkenstocks!
Seit drei Jahren muss ich nun im Sommer nicht mehr auf die Suche nach Sandalen gehen, die dann ohnehin nur drücken/reiben/mir Blasen machen/nur zum Sitzen geeignet sind. Birkenstockmodelle habe ich mittlerweile mehrere, u.a. Florida und Gizeh. Mein aller liebstes ist aber Arizona. Das wohl auch unästhetischste, mag der ein oder andere denken, aber macht nichts. Während ich ein dunkelblaues Paar (lasst mich lügen: „stone blue“ heißt es, glaube ich) schon seit einigen Jahren habe, kam diesen Sommer noch ein weiteres in einem hellen Braun dazu und ich liebe, liebe, liebe die Schuhe. So sehr, dass ich mich manchmal dabei erwische, wie ich auf meine Füße gucke und mit den Zehnen wackle. MOVING ON!


Der Rock: Ein Flohmarktfund von vor drei Jahren. Er ist von American Apparel und hat mich ganze 2€ gekostet. Ich trage den Rock nun die dritte Saison in Folge und bin noch immer verliebt wie am ersten Tag. Das mit Abstand Beste an ihm: Er sitzt tailliert und HAT TASCHEN!11




Das waren nun die Glorious Six meines Sommers und ich muss feststellen: Auch wenn wir nicht die besten Freunde sind, der Sommer und ich, zumindest gute Bekannte, die sich freundlich grüßen, sind wir auf jeden Fall.

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