Samstag, 16. Januar 2016

Paris Revisited

Meine erste Begegnung mit Paris liegt drei Jahre zurück. Heimgekehrt bin ich nach der Reise damals tief berührt und beeindruckt von so viel stolzer und unvergänglicher Schönheit. Die Stadt schien zu atmen, pulsierte, ohne dabei hektisch zu sein. Als wären all ihre Straßen und Gassen Arme eines Flusses durch die das pure Leben fließt und all ihre Bewohner, Millionen verschiedenster Lichter, die sie erhellen.

Quelle: marylebow.tumblr.com

Die Sehnsucht nach Paris zurückzukehren, war im letzten halben Jahr immer größer geworden und so begannen wir das Jahr 2016 mit einem erneuten Besuch in der Stadt an der Seine.


 Montag, 28.12.2015 »» TAG 1 

Wir wohnten auf der Rive Gauche der Seine im 14. Arrondissement. Nach einem sehr frühen Hinflug war uns am Montagvormittag zuerst einmal nach frischer Luft und einem Erkundungsspaziergang. Dieser führte uns am Hôtel des Invalides vorbei und am Pont Alexandre III über die Seine, dann am anderen Seine-Ufer, am Quai des Tuileries entlang zum Pont-Neuf bis wir schließlich bei Notre-Dame ankamen.





Eigentlich war für den ersten Tag ein Nachmittagsbesuch im Louvre geplant gewesen, doch die Müdigkeit hätte das Erlebnis mit Sicherheit geschmälert, sodass wir entschieden, auch den restlichen Tag an der frischen Luft und in Bewegung zu verbringen. Unsere genaue Route ließe sich wohl nur noch schwer rekonstruieren. Sie brachte uns am Spätnachmittag in ein Café und am frühen Abend bis zum Arc de Triomphe, von wo aus wir erschöpft nach Hause fuhren.

 Dienstag, 29.12.2015 »» TAG 2 

Der zweite Tag stand im Zeichen von Picasso, denn er begann mit einem Besuch der Picasso.Mania-Ausstellung im Grand Palais. Wir hatten unsere Tickets im Voraus online gekauft und standen daher nicht lang. #protipp Die komplette Ausstellung ist übrigens ein Protipp: Für wen sich noch die Gelegenheit bietet, sie zu besuchen, unbedingt machen!




 Mittwoch, 30.12.2015 »» TAG 3 

Am Mittwochmorgen machte ich mich zuerst allein auf den Weg nach St.-Germain, um bei Citypharma meine Vorräte an Gesichtspflege aufzufüllen. Danach schrieb ich bei einer Tasse Tee einen Stapel Postkarten und machte mich schließlich (wieder in Begleitung) auf zu Shakespeare and Company.



Am Nachmittag zog es uns in leicht nord-östliche Richtung zum Place de la République und dem Quai de Valmy. Nach der Geschäftigkeit in St.-Germain und den Touristenmassen um Notre-Dame, taten ein paar langsamere Stunden etwas ferner der übrlichen Wege sehr gut.


 Donnerstag, 31.12.2015 »» TAG 4 

Endlich, endlich in den Louvre! Ich hatte solche Sehnsucht. Schon bei meinem ersten Besuch vor drei Jahren war ich so beeindruckt gewesen: Ein ort, den man nicht oft genug/zu oft wieder aufsuchen kann. Es ist unmöglich, alles zu sehen und selbst wenn es ginge, einem fiele immer wieder etwas Neues auf. Jeden Tag 2h im leeren Louvre alleine sein zu dürfen wäre die reinste Therapie.
Als wir an Silvester dort aufschlugen, waren wir weder alleine, noch waren die Hallen leer, doch mit unter einer Stunde Wartezeit in den Schlangen, schafften wir es verhältnismäßig zügig ins Innere des Allerheiligsten.



Nach einem halben Tag in den prachtvollen Hallen waren wir so angefüllt mit Eindrücken, dass wir danach wieder den Weg an die frische Luft suchten und den Blick ins Weite.
Ein Spaziergang durch den Jardin des Tuileries und dann am Seine-Ufer entlang in Richtung Eiffelturm ... am frühen Abend noch einmal in die bevölkerten Straßen auf die Av. des Champs-Élysées und schließlich mit einer Pizza nach Hause. Ja, nach Hause. Auf die Couch. An Silvester. Es war ein Fest.








 Freitag, 01.01.2016 »» TAG 5 

An unserem letzten Tag in Paris siegte erneut die Museumssehnsucht über die Unlust, sich in eine der langen Schlangen zu stellen und so fanden wir uns in eben einer solchen langen Schlange vor dem Musée d'Orsay für einen Zweitbesuch wieder. Ich wollte gerne eine der temporären Ausstellungen sehen: Qui a peur des femmes photographes? Zusätzlich konnten wir uns aber natürlich auch den 5. Stock nicht entgehen lassen; dort sind die Impressionisten zu Hause und man kann außerdem einen Blick auf, bzw. durch die mächtige Uhr hindurch werfen, die an der Außenfassade des Museums angebracht ist. Im Dunst ist in der Entfernung sogar Sacré-Coeur zu erkennen.




Der Abschied fiel schwer. Wie vor drei Jahren. Aber auch auf zu Hause gefreut habe ich mich sehr. Die Ähnlichkeiten mit Paris sind schließlich an manchen Ecken in Kreuzberg unverkennbar und so hat man ein kleines Stück der französischen Schönheit immer vor der Haustür. Zudem wird es nicht die letzte Reise nach Paris gewesen sein. Ganz sicher nicht.

1 Kommentar:

  1. Liebe Marylebow,
    Deine Liebe zu Paris kann ich gut verstehen, und beim Lesen ist sie wieder ganz wach geworden. Für mich ist Paris auch die schönste Stadt der Welt - Deine Bilder sind wunderschön!! Und Dein Blick auf diese Stadt hat mir beim lesen sehr, sehr gut getan! Schreibe weiter so schöne und intensive Posts! Viele Grüße Minna

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