Samstag, 30. April 2016

Hippie, Hippie, Yeah: Ein Dip-Dye-DIY

In meiner sehr bastelreichen Kindheit habe ich von Pappmachée über Ton bis hin zur Seidenmalerei so gut wie alles mal angefasst. Was aber nie auf dem Programm stand, war Stoff färben und Batiken. Ich kann mich an Kindergeburtstage erinnern, bei denen gebatikt wurde und Kinder bis zu den Ellbogen in Farbeimern hingen und neben dem eigentlich zu färbenden T-Shirt auch sich selbst und alles, was sie anhatten mit dem Farbwasser tränkten. Quelle horreur! Ich habe aus der Entfernung zugesehen und traue mich erst gute zwanzig Jahre später selbst an die Sauerei. Im Kleinen aber. Kontrolliertes Chaos also, aus dem kleine bunte Hippie-Beutel entstanden, die wiederum Ordnung schaffen sollen. Nix verstehen? Ok, dann ganz von Anfang.


Zuerst war da die Idee mit den kleinen Beuteln: In meinem Rucksack habe ich jeden Tag viel Kleinkram dabei (Kopfhörer, Handcreme, Kaugummis, you name it...), der meinen inneren Monk tierisch nervt, wenn er lose herumfliegt. Die Idee, dem Chaos also seinen eigenen, beschränkten Raum zu geben, ließ mich bei Modulor kleine Baumwollbeutel kaufen und daneben Batikfarbe.


Außerdem habe ich kleine Nieten mitgenommen. Letztere sind eigentlich Mini-Briefklammern, aber das muss ja niemand erfahren. Für die ganze Action brauchte ich (und falls ihr euer Hippie-Herz erfreuen und was ähnliches machen wollt, braucht ihr) einen Bindfaden und wahlweise Stempel oder was anderes, womit ihr die Beutel weiter verzieren wollt.






Ich hatte eine grobe Batik-/Dip-Dye-Idee im Kopf und habe daher beide Beutel abwechselnd in die beiden Farbbäder gelegt. Die unteren Bereiche des Stoffs jeweils etwas länger, um einen Farbverlauf zu erzeugen. Das kochende Wasser, in dem man das Pigment löst, kühlt im Färbeprozess natürlich ab, wodurch die zweite Färberunde außerdem nicht so intensiv wird wie die erste. Die jeweilige zweite Farbe ist also etwas blasser als die erste.


Zuerst habe ich die Beutel also angefeuchtet, dann partiell mit Bindfaden abgebunden und in das Bad gelegt. Zwanzig Minuten soll der Stoff gefärbt und dabei stetig bewegt werden. Da ich ja nur sehr wenig Textilmaterial hatte, hätte sicher eine kürzere Zeit auch völlig ausgereicht.
Nach dem ersten Farbbad habe ich die Beutel gründlich mit kaltem Wasser ausgewaschen und dann den anderen, noch ungefärbten Teil des Stoffs in die zweite Farbe gehängt.
Auch nach der zweiten Runde wird der Stoff noch einmal gründlich kalt ausgewaschen und muss anschließend komplett trocknen.

Nachdem die Beutel vollständig getrocknet waren, habe ich mich ans Verzieren gemacht, entlang der oberen Naht die Nieten angebracht und die Rückseite mit ein paar Seesternen versehen. ;)
Was letztendlich in den Beuteln Platz findet, ist wahrscheinlich bei jedem anders. In einem der beiden habe ich jedenfalls direkt SOS-Make-up, Handcreme, Lady Products und Co. untergebracht.


Hope you enjoyed und falls ihr euch demnächst ans Färben macht:
Viel Spaß und legt was unter, trust me. :>

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