Samstag, 21. Mai 2016

What I´ve Been Up To: Sick Week Edition

Eine hübsche Sinusinfektion wünschte sich unlängst meine ungeteilte Aufmerksamkeit, sodass ich, diesem Wunsch nachkommend, eine Woche zu Hause bleiben musste. Wenn man >40h Büro gewöhnt ist (sein muss), stellt einen die scheinbare Ewigkeit von fünf freien Tagen vor (ebenso) scheinbar unendliche Möglichkeiten. Nur scheinbar aber, weil man krank ist und eigentlich nichts machen kann, außer sich nutzlos zu fühlen. Eigentlich.
Meine Krankheits- war einen Genesungswoche, zwar nicht ereignisreich, aber heil- und geruhsam. Mein Körper hat Zeit eingefordert zum wieder stark werden und die hat er bekommen. 🙌🏻
Das „What I´ve Been Up To“-Update also mal in der Sick-Week-Edition. Enjoy!

 Breakfast 

Zwar waren meine Geschmacksnerven durch den dicken Schnupfen nicht auf Empfang, Appetit hatte ich aber trotzdem. Frühstück durfte dauern und fand mit Wärmflasche und Buch unter einer Decke auf der Couch statt. Dazu in Endlosschleife die erste Staffel „LOVE“. 💘

 90s-Kid Nostalgia 

Der Walkman war, wie einst in den tiefen 90ern, in meiner Genesungswoche mein treuer Begleiter. Ich hatte erst am Wochenende zuvor ein paar neue Kassetten auf dem Flohmarkt gekauft und damit ausreichend Band für eine Woche. Oft brannten meine Augen oder ich war einfach zu müde zum Lesen: Also ein Fall für Podcasts, Höhrbücher und TKKG.

 Busy Baking 

Das Auf- und Ab der Kräfte an Krankheitstagen lernt man meist schnell verstehen. Morgens und am Vormittag geht´s oft irgendwie und gegen spätnachmittag baut man ab: Die „Action“ habe ich also am Vormittag abgezogen und zwar in der Küche beim easiest baking. Neben Keksen, die es letzte Woche hier auf dem Blog gab, habe ich mich auch an einem neuen Brownie-Rezept versucht. (Comming soon.) 🍪

 Walk, Walk, Walk, Walk, Walk, Walk, Walk 

Neben Schlaf ist frische Luft die beste Medizin. Außerdem hilft Bewegung gegen fast alles. Während meiner Genesungswoche hatte sich gerade der Frühling auf den Weg gemacht, der Wind war noch immer kühl und die Sonne etwas schwächlich, aber in der Mischung, zusammen mit dem kommenden Grün überall und den Wasserbewegungen auf dem Kanal, lag so viel Frieden und neues Leben in der Luft, dass jeder Schritt mehr Energie gab. Geheimtipp, den ihr unbedingt weitererzählen solltet: Bewegung an der frischen Luft macht alles besser, wirklich. 🌞🌳


 Going, Going, Gone 

Eine weitere Aktion, die ich mir für die Vormittage reservierte – wie sollte ich es auch ein paar Tage ohne schaffen –, war Aussortieren. Durch alle Ecken in meinem Zimmer und der Wohnung gehe ich ja jede Woche einmal: Bestandsaufnahme, damit ich nichts aus den Augen verliere oder vergesse. Ein paar Sachen aus meinem Schrank hatte ich auf „die rote Liste“ gesetzt und nach ein bisschen Bedenkzeit dann schließlich bei ebay eingestellt bzw. in den Kleidersack.

 More Food 

Wie gesagt: Geschmeckt habe ich wenig, aber der Hunger war da. Eine Scheibe frisches Brot mit Avocado, Ruccola und Gurke und als Nachtisch ein selbstgebackener Brownie. Nachmittagsmittagessen. Und dazu natürlich Love, Twisted oder was Netflix und Amazon Video sonst so hergeben. 📼

 Pen and Paper: Journaling 

Was nicht viel Kraft kostet, sondern nur Zeit (die ich unter der Woche nicht habe), ist Zeichnen und Schreiben. Wenn mir zwischen Liegen, Spazierengehen und Liegen also auch einmal nach Sitzen war, saß ich an meinem Schreibtisch. Neben meiner Couch ist er ein Lieblingsplatz in meinem Zimmer. An ihm entsteht viel und er holt viel aus mir raus. Mehr als ich mir oftmals zutraue. Das war schon während des Studiums so.
Ich hatte also Zeit, um zu Schreiben und zu Zeichnen. Mit Podcasts oder einem Höhrbuch im Ohr.


 Currently Reading 

Über die kleine Hürde mit den brennenden Augen und der Müdigkeit beim Lesen habe ich schon gesprochen. Das sollte mich aber nur bedingt abhalten und so habe ich in meiner Genesungswoche drei Bücher fertig gelesen und zwei neue (bestellt und) angefangen. I Love Dick von Chris Kraus stand seit über einem Jahr auf meiner Liste, nachdem Tavi Gevinson in einigen Interviews und Vorträgen davon erzählt hatte und auf A Manual For Cleaning Women von Lucia Berlin war ich vor ein paar Monaten gestoßen. Beides mittlerweile ausgelesen. 10/10, very recommend, would read again.

Meine Genesungswoche hätte besser kaum sein können. Ich habe mich wirklich erholt. Oft übergeht man sich selbst und macht einfach weiter wie vorher – gesund werden soll man dann so nebenbei. Ich hatte zum Glück Zeit dafür und habe die so gut es ging genutzt.

Bis zum nächsten mal und bleibt gesund!

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