Samstag, 25. Juni 2016

Gr├╝n³ − Entspannen auf dem Friedhof ­čĺü­čĆ╗

Der Sommer stimmt mich stets nachdenklich und leicht melancholisch. Meine Gem├╝tslage ist dabei so fein nuanciert wie der Sommer und sein Wetter selbst. Nicht dass ich launisch w├Ąre − meine Sinne sind im Sommer nur noch viel feiner: Ich nehme so viel war, sp├╝re, sehe, rieche, h├Âre mehr, erinnere mich zur├╝ck. Sengende Hitze, Schw├╝le, Sommergewitter, pl├Âtzliche K├Ąlte, Dauerregen. Diese Jahreszeit kann so viel und gibt einem selbst auch so viele Chancen, alleine durch die langen Tage und ihr Licht. Das macht mich unruhig zum einen und ich will pl├Âtzlich aufbrechen und neue Orte sehen, reisen, weg, nach Kanada in den tiefsten Wald, an die englische K├╝ste, das Meer und praktisch verschwinden.
Dann wieder – gerade wenn es hei├č ist –, will ich einfach sein, wo ich bin, in den Garten im Hinterhof gehen, auf der Bank an der Hauswand sitzen, die F├╝├če ins Gras strecken und hoch in die Baumkronen gucken. Am sch├Ânsten ist: Durch die Feinf├╝hligkeit sp├╝re und sehe ich Dinge ganz klar. Auch mich. Dann erkenne ich mich selbst sehr deutlich in dem Menschen, der ich anscheinend bin und das macht mich zufrieden.

Freitag, 17. Juni 2016

Thrift-Store Finds

In meiner Mittagspause gehe ich meistens spazieren. Wenn ich neun Stunden im B├╝ro bin, will ich eine davon wenigstens in Bewegung verbringen. Neulich schiffte es in meiner Pause aber was runter ging und statt in Richtung Spree und G├Ąrten der Museumsinsel das B├╝ro zu verlassen, huschte ich bei Urban Outfitters rein. Was sich als Fehler herausstellte. Ich fand ein T-Shirt und ein kariertes Hemd. Letzteres aus der − ich glaube UO nennt das die „Urban Renewal“ Reihe. Das sind einfach 2nd Hand-Klamotten, aber eben handverlesene, sich ├Ąhnelnde Einzelst├╝cke, die so dargeboten werden, dass es nicht aussieht wie Kraut und R├╝ben auf dem Flohmarkt, sondern wie kalifornischer Thrift Store in Long Beach. Das T-Shirt war simpel und sollte wirken, als sei es ebenfalls „vintage“ und ein ├ťberbleibsel aus den sp├Ąten 80ern. Nach der Anprobe war ich bei beiden Teilen so im „gef├Ąllt mir schon, nehme ich vielleicht“-Stadium und guckte _erst dann_ auf den Preis. AND NOW GUESS WHAT!? Alleine das T-Shirt kostete 45€ – beides zusammen um die 90€. lol, nope. ­čśś [Nicht dass ich mich generell weigern w├╝rde, diesen Betrag f├╝r Kleidung auszugeben, aber UO ist nun nicht gerade bekannt f├╝r beeindruckende Qualit├Ąt und Produktion zu fairen und nachhaltigen Bedingungen, wo man dann gerne mehr bezahlt.]

Samstag, 11. Juni 2016

Easy Vegan Brownies

Vom Testkochen und -backen der Rezepte aus „a modern way to eat“ habe ich schon in diesem Blogpost (Hinweis: KEKSE) erz├Ąhlt und wenig subtil darauf hingewiesen, dass ich beim Ausprobieren auch eine wundervolle Brownie-Begegnung erlebt habe. Die teile ich heute mit euch.

Samstag, 4. Juni 2016

Sommerlippen

Seit einem knappen Jahr bin ich was Make-Up betrifft faul geworden. Das liegt wohl in erster Linie an dem neuen Leben mit Vollzeitjob. W├Ąhrend ich fr├╝her eine gute halbe Stunde f├╝r die morgendliche Fertigstellung meines Gesichts eingeplant habe, sind es mittlerweile nur noch rund 10 Minuten. Ich h├Ątte mehr Zeit, entscheide mich aber, sie anderweitig zu nutzen. Zudem blieb auch meine Kosmetiksammlung nicht verschont von den Minimalisierungsbem├╝hungen des letzten Jahres und w├Ąhrend ich mich daher jetzt zum einen freue, durch weniger Dinge einen besseren ├ťberblick ├╝ber alles zu haben, gef├Ąllt es mir zum anderen auch, in den besagten morgendlichen 10-Make-Up-Minuten mit der H├Ąlfte der steps auszukommen.

Ganz grundlegend hat sich daneben meine Einstellung ver├Ąndert: Genauso wie Kleidung, muss auch Kosmetik und Make-Up f├╝r mich einfach sein. Sobald ich in Zusammenhang damit Entscheidungen treffen und mir Gedanken machen muss, verwende ich auf den entsprechenden Bereich weit mehr Energie, als f├╝r ihn zur Verf├╝gung stehen sollte.
Von Foundation habe ich mich z.B. so gut wie verabschiedet. Genauso von Augen-Make-Up, das mehr als einen (maximal zwei) Lidschatten beinhaltet. Ja, manchmal sieht meine Haut vielleicht m├╝de aus und ich habe mal einen Pickel, aber dann ist das eben so. Das ist mein Gesicht. Deal with it. Und f├╝r den Fall, dass ich mal super frisch und klasse aussehen m├Âchte, wei├č ich ja, dass es Foundation und Concealer und allen m├Âglichen anderen Kram gibt. So allt├Ąglich ertrage ich meinen Anblick aber ohne. Ich mag mich sehr gerne ungeschminkt.

Was die Produkte betrifft, die ich benutze, setze ich nicht mehr wirklich auf Pr├Ązision. Das dauert zu lange. Es muss auch ohne gehen. Vor allem im Sommer.
Worauf ich nie (selten) verzichte und das hat mit einer tief wurzelnden Leidenschaft zu tun, ist irgendeine Form von Lippenstift. Der darf im Sommer nicht schwer sein und auch nicht matt, deckend oder dunkel. Heute zeige ich vier meiner liebsten Sommerlippen.