Sonntag, 27. November 2016

Weekend away: Bayern

Die letzten Oktobertage habe ich in meiner Heimat verbracht. In meiner alten, ersten, anderen. In Bayern. Am Rand der Alpen. Ich habe lange nachgedacht und versucht, meine Gedanken zu Heimat und Zuhause zu sammeln, zu ordnen und sinnig aufzuschreiben, kam aber zu keinem schlüssigen Ergebnis.
Dort, wo ich wohne, meine ganzen Sachen habe, schlafe, meinem täglichen Leben nachgehe – da bin ich zuhause und dorthin will ich wieder zurück, wenn ich eine Weile unterwegs war. Nach Bayern und München komme ich sehr gerne. Es ist eine Reise in die Heimat und Vergangenheit und bin ich erst dort, fühlt es sich an, als wäre ich nie weg gewesen. Es gibt so vieles, was ich in- und auswendig kenne und die Verknüpfungspunkte mit Erinnerungen aus meinen Jahren dort, sind endlos.
Ebenso vieldimensional ist alles, was ich mit Berlin verbinde und auch wenn ich über vier Jahre nur ab und zu dort war und erst seit zwei Jahren hier lebe, kommt mir die Zeit vor wie ein kleines Leben für sich. Ich mag jedes meiner Leben: die vergangenen, die gegenwärtigen und alle, die noch kommen. Egal, wo ich sie verbringen werde.

Für fast fünf Jahre flog ich von Tegel aus „zurück nach Hause“.
Heute beginnen und enden die Reisen hier.


Der Hofgarten ist einer meiner liebsten Orte in München.
Ich mag die Symmetrie, die vielen Bäume, die angrenzenden Gebäude.
Er erinnert mich an meinen Heimweg mit dem Rad, durch den Hofgarten Richtung Prinzregentenstraße.


Aran. Nicht Stulle, einfach Brot mit was drauf.


Der Hofgarten, nochmal und ein Parkhaus,
das kaum grauer, enger und abweisender sein könnte
und dennoch etwas so heimisches birgt,
weil es mich genauso an München erinnert, wie an die Autofahrt in Richtung Alpen,
zu meinen Eltern.

An den Bergen –
ein Nachmittagsspaziergang durch Herbstlaub und Erinnerungen.


Frühstück und ein Wiedersehen.

An den Bergen – in die Berge.
So sagt man das in Bayern: Wir gehen nicht „wandern“, sondern „in die Berge“.
Das klingt nach Märchen, Rübezahl – für mich nach Kindheit.




In Berlin kann ich der Stadtmensch sein, der ich zur Hälfte bin.
Zurück in der alten, anderen Heimat,
bekommt das Landkind in mir seine Pflege.
Und ich genieße, dass in Bayern alles „a bisserl anders“ ist.



Die schönen Reisen vergehen schnell.
Aber auch auf die Heimreise –
aus der Heimat, in die Heimat –
habe ich mich gefreut.
Wir seh'n uns, München. Servus und mach's gut.



Now take me home. 💛


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