Sonntag, 4. Dezember 2016

Ingwer-Lebkuchen #vegan ⭐️

Vor einem Jahr war ich durch eines von Frans und Eds YouTube-Videos auf ein Ginger-Cookies-Rezept aufmerksam geworden, das die beiden wiederum auf einem Food-Blog gefunden hatten. Puh, so. Aber give credit where credit's due. Und von dort kommen die veganen Ingwer-Lebkuchen, die ich (in der vergangenen Adventszeit) und letzte Woche endlich wieder gebacken habe.
Bis vor zwei Jahren hätte ich nichts runterbekommen, in dem nur die Spur von Ingwergeschmack auszumachen war – mittlerweile kann es gar nicht genug Ingwer sein und Weihnachtsplätzchen, in die man frischen Ingwer reibt sind jetzt also just the ticket 💯.

Mit dem Rezept hatte ich eingangs so meine Schwierigkeiten, weil die Mengenangaben wie immer (bei amerikanischen? Rezepten) in Tassen angegeben sind, wogegen ich ja mal so richtig allergisch bin. Einmal habe ich die ganze Chose also tatsächlich mit einer Tasse in Angriff genommen und einmal (ja, ich habe die dieses Jahr schon 2x gebacken!) habe ich parallel abgewogen, um auch Gramm-Angaben machen zu können. You're welcome.
[Ihr könnt das Ganze natürlich mit einer entsprechend kleineren/größeren Tasse machen und auf andere Mengenverhältnisse kommen. Is klar, ne? Wir haben nur kaum „Tassen“ im Haus, sondern ausschließlich Trinkhumpen.]


 ⭐️ Ingredients ⭐️

• 2 Tassen (485g) Mehl • 1/2 Tasse (115g) Zucker • 1 1/2 TL Ingwerpulver • 1 TL frisch geriebenen Ingwer • 1/4 Tasse (110ml) Wasser* • 1/4-1/3 Tasse (145g) Zuckerrübensirup • 1/3 Tasse (140g) Alsan/Margarine • 3/4 TL Salz • 1/2 TL Zimt • 1/2 TL Nelkenpulver • 1 TL frische Vanille gerieben • 2 TL Backpulver •

*Das Wasser habe ich ganz zum Schluss und nur nach und nach in die Masse geknetet, sodass ein glatter, fester Teig entstand. Letztendlich habe ich glaube ich nur 2/3 des Wassers verarbeitet.
Anmerken muss ich außerdem, dass ich weniger Zucker genommen habe als angegeben – es kommt ja auch eine gute Menge Zuckerrübensirup in die Lebkuchen und da ich sie gerne sehr würzig mag, habe ich daran gedreht. Neben dem im Originalrezept angegebenen Zimt habe ich zudem noch etwas geriebene Nelken untergemischt – Würze und so.

Das Ganze ist wiedermal denkbar simpel: Man mischt alle trockenen Zutaten und knetet schließlich alle übrigen Zutaten unter.
Damit man sich mit der Margarine leichter tut, habe ich diese zusammen mit dem Sirup etwas (!) erwärmt. Die Margarine schmilzt und der Sirup wird weniger zäh, was die Verarbeitung einfacher macht. Heiß sollte beides keinesfalls werden – der Sirup macht beim Abkühlen dann so Kristallklumpen, was nicht unbedingt hilfreich ist. [Hab ich schon für euch ausprobiert. 😬]
Das Wasser, wie gesagt, ganz zum Schluss und in kleinen Mengen zugeben, den Teig weiter kneten bis er glatt und bündig ist. Toll an diesem Teig finde ich, dass es absolut nirgends kleben bleibt und man sich auch beim Ausrollen später die Frischhaltefolie oder viel Mehl sparen kann!
Apropos Ausrollen: Den fertigen Teig packe ich 30 Minuten ins Eisfach, dadurch wird es noch einfacher, mit ihm zu arbeiten.




Ich habe den gekühlten Teig dann geviertelt und ausgerollt, ausgestochen … you know the drill. 💜⭐️🌲 Der Backofen kann auf 175°C vorheizen und die Lebkuchen dann ca. 8 Minuten fertig backen. Die Backzeit hängt natürlich von Form und Größe eurer Lebkuchen ab. Wenn ihr ausgewachsene Riesenlebkuchenmänner und -frauen backt, dauert es eventuell etwas länger.


Die Lebkuchen könnt ihr jetzt direkt so essen oder verziehren. Toll an ihnen ist, dass sie mit jedem Tag besser schmecken und auch nicht hart werden. Ingwer und Sirup machen sie weich und saftig und der Geschmack entfaltet sich wie gesagt erst nach ein paar Tagen so richtig. Apropos weich und saftig: Bis ich dieses Rezept entdeckt und ausprobiert hatte, war ich der Meinung gewesen, selbstgebackene Honigkuchen/Lebkuchen seien nach spätestens zwei Tagen so hart, dass man mit ihnen Fenster einwerfen und Zähne ausschlagen könne. Wie ich darauf kam? Kleine Anekdote: Meine Schwester bekam von einer Freundin einmal ein selbstgebackenes Lebkuchenhaus zu Weihnachten. Es war wunderschön anzusehen, nur leider nicht essbar. Die Demontage hätte eine Stichsäge erfordert und ich weiß bis heute nicht, was mit dem Ding damals letztendlich passierte. Von da an war in meinem Kopf jedenfalls vermerkt, dass selbstgebackener Lebkuchen ein Mordwerkzeug ist. Vielleicht konnte die Freundin aber nur einfach nicht backen. No offense – optisch hat es wirklich überzeugt. 👍


Exkurs-Ende und Achtung, jetzt wird es richtig pervers: Ich hatte vom Verziehren gesprochen. Im Zuge des besagten Videos von Ed und Fran entdeckte ich noch etwas mir bis dato unbekanntes: Fondant zum Ausrollen. Oder: Bereits ausgerolltes Fondant. What? 😱 Als Zuckerguss-Enthusiastin war die Entdeckung von Roll-Fondant wie eine Erleuchtung. Ich habe also meine Lebkuchen mit Fondant bedeckt, das mindestens ebenso dick ist wie der Lebkuchen selbst. (Aber vorher weniger Zucker nehmen, weil es sonst „zu süß“ wird, ne? 🙄) Egal!


Damit bin ich am Ende angelangt und freue mich über eine volle Dose veganer Ingwer-Lebkuchen mit Fondantdecke. Ein paar der Kostbarkeiten sind schon auf dem Postweg unterwegs zu meiner Familie –
das Lebkuchen-Trauma von 1998 heilen.

Einen schönen 2. Advent euch!🕯🕯

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