Samstag, 25. Februar 2017

Twitter-Drafts: 20 Mal 140 nie gesendete Zeichen

Als Facebook nach Deutschland schwappte, war ich gerade in meinem ersten Semester an der Uni. Ich traf jeden Tag neue Leute. Leute, Leute, Leute. „Bist du auf Facebook?“ war meist die dritte oder vierte Frage, die mir gestellt wurde. Nach „Was ist dein Hauptfach?“ und „Wie hast du deine Wohnung gefunden?“
Ich war nicht auf Facebook, änderte das aber an einem Spätnachmittag im Oktober 2008 im IT-Zentrum der Sprach- und Literaturwissenschaften, weil ich zuhause noch kein Internet hatte. Facebook, was ein Wunderland. Wer bin ich, wer will ich sein, wer sollen die anderen denken, dass ich bin. Leute, Leute, Leute. Es wurden mir bald zu viele Leute. Die Leute, mit denen ich nichts mehr zu tun haben wollte, denen ich durch Umzug und Unibeginn entkommen war, waren einfach deutlich mehr als die anderen, neuen, die ich plötzlich sammelte wie Murmeln, weil sie mir das Gefühl geben sollten, dieses die-Menschen-die-du-im-Studium-triffst-begleiten-dich-ein-Leben-lang-Ding richtig zu machen. Bullshit. Zwei Wochen nach meiner Facebook-Geburt im Keller des Instituts für Deutsche Philologie löschte ich meinen Account.

Sonntag, 5. Februar 2017

31 days of living my best life 🌞☁️🌳

Dass ich Sommer scheußlich finde und nichts lieber mag, als wenn sich der August langsam dem Ende zuneigt und der Frühherbst seine kühlen Morgen als Boten vorausschickt, ist kein Geheimnis. Trotzdem habe ich mit dem Winterwinter so meine Schwierigkeiten. Zumindest ab Mitte/Ende Januar. Dann sind die Kraftreserven, welche ich aus meiner Herbsteuphorie schöpfen konnte, so langsam verbraucht und mir ist mal wieder nach Tagen, die länger sind als ungefähr sechs Stunden.
Dieses Jahr war der Januar, auch nachdem der Weihnachts- und Geburtstagszaubers vorüber war, einer mit Freude, Licht und Glückseligkeit. Weil Yoga.