Sonntag, 5. Februar 2017

31 days of living my best life 🌞☁️🌳

Dass ich Sommer scheußlich finde und nichts lieber mag, als wenn sich der August langsam dem Ende zuneigt und der Frühherbst seine kühlen Morgen als Boten vorausschickt, ist kein Geheimnis. Trotzdem habe ich mit dem Winterwinter so meine Schwierigkeiten. Zumindest ab Mitte/Ende Januar. Dann sind die Kraftreserven, welche ich aus meiner Herbsteuphorie schöpfen konnte, so langsam verbraucht und mir ist mal wieder nach Tagen, die länger sind als ungefähr sechs Stunden.
Dieses Jahr war der Januar, auch nachdem der Weihnachts- und Geburtstagszaubers vorüber war, einer mit Freude, Licht und Glückseligkeit. Weil Yoga.








Im Februar vor einem Jahr habe ich den YouTube-Kanal Yoga with Adriene entdeckt und mich durch ihre Yoga Camp-Programme und andere Videos eine tägliche Yoga-Routine angewöhnt. Nach also ca. 330 Tagen Yoga startete dann im Januar eine neue Trainingssequenz: Revolution: 31 Days of Yoga. Ich war zum ersten Mal sozusagen in „Echtzeit“ dabei und bekam dadurch eine tägliche Yoga-Mini-Therapie von 30 Minuten.
Die „Wie Yoga mein Leben verändert hat“-Story werde ich euch jetzt nicht auftischen, auch wenn sie wahr ist.

Die 31 Tage waren anstrengend, aber nicht körperlich, vielmehr geistig. Was mich an Yoga am meisten fordert, sind nicht die Momente, in denen ich physisch an Grenzen stoße, weil ich meinen Körper in den letzten knapp 30 Jahren nicht entsprechend gefördert und gefordert habe, sondern Momente, in denen mein Kopf und meine Gedanken noch Marathon laufen, ich aber auf meiner Matte zur Ruhe zu kommen möchte. Nach mittlerweile über einem Jahr Yoga-Routine sind die Muskeln zwar gewachsen und ich könnte im „Boot“ wohl tatsächlich eine Tasse Tee trinken, aber mein Kopf arbeitet währenddessen trotzdem an der To-Do-Liste für morgen und erinnert mich daran, mich nächste Woche um meine Steuer zu kümmern. Vielen Dank. Natürlich habe ich auch Momente auf der Matte, in denen ich gefühlt „an nichts“ denke und nur atme, aber das ist, was die wirkliche Herausforderung ausmacht. Nicht die „Krähe“. Auch wenn ich bei der immer noch ab und zu fürchte, mir beide Handgelenke gleichzeitig zu brechen.

Mehr Kraft habe ich durch Yoga auf jeden Fall. Nicht nur in meinen Muskeln. Und einen nachsichtigeren Blick auf mich und meinen Körper. Das macht Yoga für mich so besonders – es verbindet Körper und Geist.
Das tägliche Matte ausrollen ist zur Konstante geworden und wird (hoffentlich) mein ganzes Jahr erfüllen, nicht nur den Janaur. Wie ich mich darüber hinaus gegen den Winterwinter und die weltpolitische Endzeitstimmung wehre: nächste Woche. Vielleicht. 🌻

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