Samstag, 12. August 2017

48h in Zürich 🏔🇨🇭

Die Schweiz ist das Urlaubsland meiner Kindheit. Ich erinnere mich an Sommerwochen in unserem Wohnmobil, auf Campingplätzen am Fuß von schroffen Bergen – an das Matterhorn, Bergbäche und Wälder. Bevor ich in die Schule kam, waren wilde Campingferien im Nirgendwo für mich das größte Abenteuer. Ich liebte das draußen leben auf Zeit.
Nach einem letzten Skiurlaub in der Schweiz vor ca. 15 Jahren, war ich nicht mehr dort. Der Reiz der Natur und die Anziehung der Berge waren immer da, gerade im Sommer. Aber die Preise hielten uns stets zurück… Vor kurzem haben wir uns aber mit einem Wochenende in Zürich langsam wieder an die Idee eines Schweizurlaubs herangewagt. Erstmal nur für 48h. Für länger hat es nicht gereicht.💸😜

  getting there … ✈️  

Wir sind von Tegel mit SWISS geflogen. Ich war im Frühling schon von KLM begeistert gewesen – man bekommt einen Snack und ein Getränk … EINFACH SO! – aber SWISS war nochmal eine halbe Nummer besser. Ja, weil Schweizer Schoki verteilt wird oder man ein zweites Getränk bekommen kann (WHAT?!) oder weil es Fußraum gibt (richtig echten Fußraum, selbst wenn man low-cost fliegt). Anyhow: Der Flug war prima, sehr entspannt. Genauso der Flughafen Zürich. Nach einem kleinen Fußmarsch findet man zur Bahn, die einen nach knapp 15 Minuten am Hauptbahnhof ausspuckt. Von dort liefen wir in unser Hotel. Auch low-cost – für Züricher Verhältnisse.

  unterwegs … 🗺

Zürich ist so richtig entspannt. Im Vergleich zu Berlin ist das wahrscheinlich jede Stadt und dass man außerhalb seines Alltags ohnehin entspannter ist, kommt noch dazu. Durch die Straßen und Gässchen zu wandern, war jedenfalls schon Erholung. Überall gibt es kleine und große Brunnen mit glasklarem, kalten Wasser. Eine schöne Metapher – das Leben fließt regelrecht, aber auf natürliche Weise und ohne Hektik.
Am ersten Tag waren wir auf Erkundung im Uni-Viertel, haben uns die ETH angesehen und in einem kleinen Park ein Picknick gemacht. Den frühen Abend haben wir an den Quaianlagen am Zürichsee aufs Wasser geguckt und dem aufziehenden Gewitter zugesehen.








  apropos Zürichsee … 🏊‍♀️

Was ich zuhause und während der Arbeitswoche als unerträgliche Temperatur empfunden hätte, war an unserem Zürich-Wochenende gerade richtig, denn in den Zürichsee springen wollten wir auf jeden Fall.
Am Samstagmorgen fuhren wir also vom Bahnhof Bellevue mit der Tram zum Strandbad Tiefenbrunnen. Beim Eintrittspreis ist man nicht zimperlich, aber das Erlebnis ist jeden Franken wert. Es gibt Umkleidekabinen, Schließfächer, Duschen und die schönen Liegewiesen gehen direkt bis ans Ufer des Sees und man kann einfach ans und ins Wasser. Und das ist so schön sauber, klar und erfrischend! Es fiel uns nicht leicht, nach zwei Stunden wieder aufzubrechen, aber es wurde gegen Mittag voller und wir hungrig.

Möglichkeiten sich zu erfrischen, gibt es neben dem Zürichsee aber noch weitere in der Stadt. Einmal sind da die kleinen Brunnen – außerdem entdeckten wir auf unserem Weg vom Hotel in die Innenstadt aber noch die Schanzengrabenprommenade an einem Seitenarm der Sihl. Dort gab es einen kleinen Steg und man konnte die Füße in unfassbar klares, sauberes und erfrischend kaltes Wasser hängen und sich vom Stadtspaziergang erholen oder vor dem nächsten nochmal ausruhen.









  food … 🍓🥗

Ist teuer, überraschenderweise. Aber darüber muss man hinwegsehen, wenn man sich entschieden hat, in eine Stadt oder ein Land zu reisen, in dem eben nichts günstig ist. Wenn ich jeden Tag an einem mitgebrachten Müsliriegel nage und mir nicht gönne, essen zu gehen, kann ich auch gleich zuhause bleiben.
Das späte Frühstück an Tag 1 nahmen wir also bei roots and friends ein. Das Café hatte ich zuhause schon recherchiert (natürlich). Die angebotenen Speisen sind alle vegan.

Ein glücklicher Zufallsfund und ebenfalls sehr fein, war das Restaurant tibits, in dem wir an beiden Tagen mittags essen waren. Es gibt ein vegetarisch/veganes Buffet mit vielen kalten und warmen Speisen, tollen Salaten und „ausgefalleneren“ Gerichten. Man kann gemütlich draußen sitzen und die vorbeifahrenden Maseratis und Teslas zählen. 🤷🏻‍♀️

In Sachen Eis habe ich bei Mövenpick zugeschlagen und hart das beste Schoko-Milcheis gegessen.🤘 Harry ging mit der veganen Option bei i love leo, wo es frozen kokos-yoghurt mit verschiedenen Toppings gab. 🍓

~ roots and friends ~




~ tibits ~



~ i love leo ~


 und wieder unterwegs … 💃🕺 

Bevor man sich ein bisschen orientiert hat in den Gässchen von Zürich, scheinen sie wie ein endloses Labyrinth. So ging es mir jedenfalls im ersten Moment und ich hatte kurz wieder diese latente Sorge, die Hälfte zu verpassen und nicht „alles“ sehen zu können. Und natürlich haben wir nicht „alles“ gesehen. Wie auch. Aber nach ein paar Stunden zu Fuß in der Stadt, bekam ich ein gutes Gefühl für sie und hatte den Eindruck, zumindest einen Teil erschließen zu können.
Besonders gut gefallen haben mir die Gässchen an der Limmat, jeweils auf der Ost- und Westseite des Flusses. Einen tollen Blick auf ebendiesen und die östliche Uferseite hat man von einem Aussichtspunkt auf dem Lindenhof.










 until next time … 👋 

Dass sich auch eine übersichtliche Stadt wie Zürich in 48h nicht erschöpfend erkunden lässt, ist natürlich klar, aber einen kleinen Eindruck und Lust auf mehr, hat die Zeit gemacht. Beim nächsten Mal und wahlweise weniger sommerlichen Temperaturen würde ich gerne das Nationalmuseum, das Kunsthaus und das Zoologische Museum besuchen. 👀

Until next time, Züri … und oh, hi Berlin! 🇨🇭🐻

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