Samstag, 7. Oktober 2017

Liebstes im September ✨

Was ich im September immer am liebsten mag, ist der September selbst. Die Aussicht auf Herbst, während einem die langsam abklingende Milde des Sommers noch den Rücken wärmt. Wirklich, Herbst und Winter sind die self-care-Phase der Natur – als würde sie sagen: „Muss mich um mich selbst kümmern, für Fragen und Anliegen bin ich ab März wieder da. Tschüss.“ Kudos to you, Mutter Natur. Und: Same. Lasst mich in Ruhe die nächsten Monate, ich bin in meinem Privatpalast der Selbstfürsorge. Bevor ich aber die Pforten hinter mir schließe, lasse ich noch raus, was ich neben dem September auch im September noch mochte.

#1 music: rae morris

Im September habe ich das britische TV-Drama Dr. Foster auf der BBC entdeckt – die erste Staffel der Serie gibt es auch auf Netflix, soweit ich weiß. Die Serie selbst gehört wohl auch auf die Liste. Vor ein paar Tagen haben wir das Finale der zweiten Staffel angeschaut und irgendwie war ich erleichtert, als es vorbei war. Die Serie war so dramatisch/packend/unberechenbar, dass ich ganz froh bin, die Aufregung und den Stress jetzt los zu sein. 🤷🏻♀️ Worum es aber eigentlich gehen sollte, ist die Künstlerin Rae Morris, auf deren Musik ich durch die Serie aufmerksam geworden war. Denn als das Finale der ersten Staffel dramatisch in Slow-Mow über den Bildschirm rollte, sang Rae, wie Shazam mich wissen ließ, For You von ihrem Album Unguarded. Mir liegt auf der Zunge, Rae mit Birdy zu vergleichen – mit einer Note Florence and the Machine. Aber vielleicht darf sie auch einfach für sich stehen. Die Musik ist sehr melodisch, emotional und klavierlastig. Das traurig-schöne an Musik: Jeder Song ist bei mir untrennbar mit der Zeit verknüpft, in der ich ihn zum ersten mal/am meisten gehört habe. Traurig ist das, weil manche Musik mir dadurch auch Lebensabschnitte und -augenblicke in Erinnerung ruft, die ich gerne hinter mir zurücklassen würde. Doch gleichzeitig kann sie, wie die Musik von Rae Morris zum Beispiel, milde Septemberfreitagnachmittage vor mein inneres Auge schieben und mir ein Kribbeln in den Bauch legen, das ich in Vorfreude auf unseren Schottlandurlaube hatte, während ich mit der Musik in den Ohren meine Sachen packte...

#2 random: mint oil

Japanisches Heilpflanzen- bzw. Minzöl hilft mir beim Atmen. Meine Nase ist von der Berliner Luft nicht begeistert. Anders kann ich mir nicht erklären, dass ich seit knapp drei Jahren meist abends/sobald ich liege, nicht mehr so wirklich gut Luft durch die Nase bekomme. „Alternate Nostril Breathing“ hilft dagegen überraschenderweise ... Minzöl auch. Vor dem Schlafen träufle ich ein paar Tropfen davon auf ein Taschentuch, das ich auf meinem Nachtisch/irgendwo am Bett platziere. Nach ein paar Minuten hängt der Minzgeruch in der Luft und meist habe ich schon dann eine freie Nase und kann entsprechend besser schlafen. 👌

#3 clothing: thrifted sweater

Den Pulli habe ich aus einem Second Hand Laden. „York Beach Maine“ steht drauf. Eigentlich würde ich aus Prinzip keine Kleidung tragen, deren Aufdruck suggeriert, ich sei schon mal an dem darauf genannten Ort gewesen. Bei dem Pulli habe ich aber offenbar eine Ausnahme gemacht, denn ein Leuchtturm ist drauf und die Farbe gefiel mir. Während unseres Schottlandurlaubs lebte ich quasi in dem Pulli. In der Toilettenschlange (jap, glamourös) im Besucherzentrum der Schlossruine Urquhart bei Loch Ness fragte mich dann eine Amerikanerin nach einem Blick auf meinen Pullover „You from Maine?“. Ich schüttelte lächelnd den Kopf, sagte „No, I‘m not.“ Dann drehte sie sich wieder weg. Ich weiß nicht genau, was mir diese Interaktion sagen sollte. Den Pulli mag ich jedenfalls (trotzdem) sehr.

#4 make-up: fenty beauty

Ein weiteres meiner Prinzipien habe ich zeitweise über Bord geworfen, als ich mich vom Fenty-Beauty-Hype mitreißen ließ. Die Kylie-Jenner-Welle hatte ich zumindest ausgesessen, darauf bin ich sehr stolz. Bei Rihanna musste ich dann aber dabei sein und bestellte ein paar Produkte aus ihrer Kollektion via Harvey Nichols in das Kaufhaus in Edinburgh. Ich hätte auch vor Ort am Counter und so, aber a) intovertiert und b) suggerierte Knappheit und so wollte ich RiRi einfach sofort Geld überweisen.


An Tag 1 in Edinburgh holte ich meine Sachen dort also ab und war sehr beglückt. Sag noch einer, Konsum wäre schlecht für die Seele. 💸 Meine war am nächsten Morgen nach dem ersten Spiel mit den neuen Sachen jedenfalls bestens konturiert und gehighlightet. ✨ Was ich in meiner Tüte bzw. auf meinem Gesicht hatte: Drei (ja, drei) Match Stix in Starstruck, Confetti und Amber. Letzterer ist matt und naja, so unattraktiv grau-braun, also zum Konturieren und richtig gut darin. Die anderen beiden schimmern wie verrückt. 1A. Damit aber nicht genug: Den Lipgloss Fenty Glow musste ich auch haben. Ebenfalls 10/10. No „ragrets“. Im Bild seht ihr Amber (rechts) und Starstruck. ⭐️

#5 book: robert galbraith – a career of evil

In meiner Ignoranz und „Ich lese von JKR nur Harry Potter“-Dickköpfigkeit, habe ich seit dem letzten HP-Band alles übrige von Rowling nicht angefasst. (Sorry.) Die Idee, sie könne sich mit derselben Hingabe anderen Geschichten widmen, ging mir nicht in den Kopf. Die BBC-Serie Strike rief mir die drei Krimis wieder ins Gedächtnis, die Rowling unter dem Pseudonym Robert Galbraith bereits geschrieben hatte. Und nachdem ich durch unsere Schottlandreise und den Besuch in Edinburgh ohnehin in einem Meer aus Rowling-Nostalgie/Hype und Fangirling schwamm, kaufte ich vor einer langen Busfahrt, die wir von der Isle of Skye über Inverness zurück nach Edinburgh machten, den dritten Krimi A Career of Evil als Audiobuch. Und hallelujah war das gut investiertes Geld! Rowling kann einfach so unglaublich gut erzählen! Die Geschichte hat mich gepackt und nicht losgelassen, sodass ich seitdem in jeder sich bietenden Minute weitergehört und das Audiobuch heute Morgen, eine Woche später, beendet habe. Das Ding ist vorgelesen über 17 Stunden lang, nur so für die Relationen. Jetzt freue ich mich umso mehr auf die TV-Adaption im nächsten Jahr. 🕵🏻

#6 travel/places: scotland!

Von Schottland habe ich in dem Post nun schon so viel geredet, dass ich mir den Bericht über die Reise selbst fast sparen kann. Aber über den September und seine Highlights sprechen, ohne die vierzehn Tage Schottland zu erwähnen, wäre sinnlos. Schottland. Wo soll ich anfangen. Ins Detail will ich tatsächlich nicht gehen, weil es doch einen kleinen Reise-Blogpost geben wird. Wann genau, das weiß ich nicht. Meist finde ich erst Monate nach einer Reise die emotionale Kraft, mir alle Fotos anzusehen, ohne Herzschmerzen vor lauter Fernweh zu bekommen. Ich kann nur sagen, dass Schottland mich völlig umgeworfen und überwältigt hat. Damit fing Edinburgh schon während der ersten Busminuten an, die wir vom Flughafen in die Stadt fuhren. Die Schönheit und Vielfalt der Isle of Skye hat mich dann auch noch völlig platt gemacht und ich will jetzt erstmal nur noch zurück nach Schottland und ausschließlich Empire Biscuits essen. 🇬🇧


Habt einen schönen Oktober! 🍂

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