Samstag, 6. Januar 2018

Produktiv im neue Jahr 📝

Wenn es um analoge Hilfsmittel und Werkzeuge in Sachen Organisation und Produktivität geht, macht mir niemand was vor. Ich arbeite zwar „nur“ mit einem einfachen Moleskine, das gleichzeitig Kalender und Notizbuch ist, doch darin findet alles Platz, was ich nicht vergessen darf und erledigen muss und wir arbeiten sehr effektiv zusammen.

Wer hätte also gedacht, dass ich als Notizbuch- und Schreibwarenenthusiastin einmal eine Lobeshymne auf eine App singen würde, die eigentlich nichts kann, außer Listen erstellen und abhaken? Ich mit Sicherheit nicht.
Die Rede ist von Clear, meiner meistbenutzten App direkt nach Instagram, für die ich sogar bereit war, Geld zu bezahlen. Ja, von der Sorte bin ich nämlich, die alles im App-Store für umsonst haben will und sich selbst bei einem Preis von 0,79€ fragt, ob es das jetzt braucht.
 [Aktuell kostet Clear um die 5€ #fulldisclaimer #notspon.]
Seit ich mir Clear 2012 jedenfalls gekauft habe, ist die App jeden Tag in Gebrauch. Ich benutze sie mittlerweile für weit mehr als ihr Anwendungsbereich eigentlich vorsieht. (Glaube ich.)

Wie schon gesagt, was die App kann: Listen erstellen. Ein Traum, aus dem sich viel machen lässt.
Während ich in meinem Kalender/Notizbuch eine Woche im Ganzen im Blick behalte und mich dabei vor allem auf größere Aufgaben und Projekte konzentriere, verwende ich meine Clear-Listen mehr für tägliche To-Dos, Besorgungen und Einkäufe. Sie helfen mir außerdem, meinen Tag zu strukturieren. Während mir eine einfache Liste der Dinge, die ich an Tag X erledigen muss in Sachen Priorisierung und Zeitmanagement absolut nicht hilft, kann ich in Clear alle Tasks mit einem Tag- und Uhrzeit-Reminder verknüpfen. Das alles klingt wahrscheinlich vorsteinzeitlich. Wo man sich doch jetzt mit Hilfe von Siri, Google, Alexa, Stefan, Paul mit 1x Husten neues Waschmittel bestellen und 3x an die Wand klopfen Essen kochen lassen kann. Aber gerade weil Clear so simpel ist und sich nicht bemüht, mehr zu sein als es unbedingt muss, überzeugt und begeistert es mich.




Für jeden Tag in der Woche habe ich eine Liste. Auf diese kommt, was ich wann am jeweiligen Tag erledigen und woran ich denken muss. Wie ich schon sagte, macht mir dieses System die Priorisierung einzelner Aufgaben an einem Tag sehr einfach. Muss ich beispielsweise eine Reihe von Erledigungen machen, notiere ich mir all die in chronologischer bzw. sinnvoller Abfolge – z.B. zuerst zur Apotheke, dann zum Termin mit xy, danach auf die Post und auf dem Heimweg einkaufen bei REWE. Zu den einzelnen Stationen kann ich dann wiederum innerhalb meiner To-Do-Liste für diesen Tag die einzelnen Tasks notieren, die ich bei z.B. der Post und Edeka im Kopf haben/einkaufen muss.

Das klingt in der Theorie jetzt wahrscheinlich viel zu kleinteilig und als könne man sich auch einfach einen Zettel schreiben oder alles in die Notizen auf dem Telefon klatschen. Ja, schon, aber wenn ich das so versucht habe, kam ich am Ende nach Hause und hatte zwischen Termin und Einkaufen die Post vergessen oder in der Apotheke nur die Creme, nicht aber den Hustensaft gekauft. WEIL ICH MIR NICHTS MERKEN KANN. Mit Clear erwecke ich den Eindruck, einfach so immer an alles zu denken und das auch noch zum richtigen Zeitpunkt. 
💁🏻‍♀️

Neben meinen To-Do-Listen zur Organisation und Planung meiner Woche habe ich Einkaufslisten für die verschiedensten Geschäfte, in die ich so gehe: Edeka, BioCompany, Rewe, dm, you name it. Die befülle ich, wann immer mir auffällt, wo irgendwas fehlt oder zur Neige geht. [Wie man das eben so macht mit Einkaufslisten, duh.] Vielleicht tut der Blogpost auch nichts anderes als euch zu zeigen, wie vergesslich ich bin—wäre! hätte ich nicht Clear.
Außer Einkaufslisten gibt es auch noch Listen von allem, was mich interessiert, mir Spaß macht oder einfach sicher irgendwo abgelegt sein soll: Bücher, die ich lesen, Filme, die ich sehen möchte … Cafés, die mir unterwegs auffallen, die ich einmal besuchen will, Steuerkram, den ich zusammentragen muss, Ideen für Blogposts, usw.

Der Umfang der einzelnen Items auf einer Liste ist dabei (beinah) unbegrenzt. Man kann also auch ausführlichere Notizen in Listenform anlegen. So mache ich das z.B. bei den Blogpost-Ideen. Ich lege eine neue Liste für eine Idee an und sammle auf dieser alle möglichen Gedanken und Punkte, auf die ich eingehen möchte. Jedes Listen-Item ist dann ein Gedanke … muss ich nicht erklären, is klar.

Die Bedienung von Clear funktioniert rein über Gesten. Es gibt also kein Menü, keine Buttons, alles läuft über Ziehen und Swipen. Ein neues Item auf einer Liste erstellen? Einfach nach unten ziehen. Wie Klopapier abrollen und das meine ich jetzt nicht wertend. Item als erledigt abhaken? Nach rechts swipen. Item löschen? Nach links swipen. Ebenen wechseln – also von einer Liste auf eine übergeordnete? Weiter nach unten ziehen. Das Ganze ist intuitiv und dead easy und wenn ihr jetzt nicht gerade über begeistert im App-Store Clear shoppt, habt ihr entweder ein besseres System oder einfach ein super Gedächtnis.



Was ich jetzt mache, wisst ihr. Jup, den Blogpost von meiner Liste swipen – done. 🤳🏻

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