Samstag, 21. April 2018

Edinburgh ­čĆ░✨

Edinburgh ist unwirklich und umwerfend sch├Ân. Ich dachte immer, in London meine Lieblingsstadt gefunden zu haben, doch Edinburgh hat sich diesen Titel still, charmant und ohne Tamtam gegriffen, noch bevor wir im September letzten Jahres an der Waverley Station aus dem Bus vom Flughafen gestiegen waren.


Wir kamen dort am Sp├Ątnachmittag an, der Regen hatte sich gerade verzogen und zwischen dunklen Wolken brachen tiefblauer Himmel und Sonnenschein hevor. Das goldene Sp├Ątsommerlicht machte die Stra├čen und H├Ąuser Edinburghs noch magischer.
Edinburgh hat eine ├╝berschaubare Gr├Â├če – ├╝berw├Ąltigend ist es dennoch – ich wusste nie, wohin ich zuerst gucken soll. Man hat es aber leicht, von A nach B zu kommen, kann vieles laufen, f├╝r alles ├╝brige Bus oder Tram nehmen und findet sich schnell zurecht.



Wir wohnten in einem Apartment knappe 20 Minuten vom Stadtkern Richtung Nordosten. Am ersten Morgen in Edinburgh spazierten wir ├╝ber die Royal Terrace Gardens und den Calton Hill in die Princes Street und zum Fr├╝hst├╝cken zu Urban Angel. Das Caf├ę liegt in der Hanover Street in der N├Ąhe der Queen Street Gardens im Parterre eines Eckhauses. Auf den ersten Blick ist das Lokal sehr klein, hinter dem Vorraum gibt es jedoch sehr gem├╝tliche R├Ąumlichkeiten und weitere Sitzm├Âglichkeiten. Neben Smoothies und S├Ąften bietet Urban Angel viele verschiedene Fr├╝hst├╝cks- und Lunch-Optionen. Ich hatte Porridge und gr├╝nen Tee. ­čŹî


Nach dem ersten Tag in der Stadt haben wir schon die (Land-)Flucht ergriffen – jedoch nicht, um dem Treiben zu entkommen, sondern um es einmal „von oben“ zu sehen. Natur liegt in Edinburgh nicht etwa eine lange Fahrt mit der S-Bahn entfernt, weit au├čerhalb der st├Ądtischen Randgebiete, sondern buchst├Ąbdlich direkt vor dem Ortseingang. Das Beste aus beiden Welten so nah beieinander. Zu Fu├č gingen wir an den schottischen Parlamentsgeb├Ąuden den Queens Drive entlang und rauf auf den Arthur's Seat, von dem aus man die ganze Stadt und bis aufs Meer sehen kann.


Wie sch├Ân sich in Edinburgh zwischen Stadt und Natur pendeln l├Ąsst. Nicht nur au├čerhalb der Stadtgrenzen, auch innerhalb schichten sich Gr├╝nbereiche um H├Ąuser und Stra├čen. The Princes Street Gardens unterhalb des Waverley Station zum Beispiel liegt wie ein Ruhebereich genau neben einer der gesch├Ąftigsten Stra├čen, sodass man kurz ins Gr├╝n ein- und eine Weile dort abtauchen kann, wenn das Treiben auf der Princes Street zu viel wird.
In den Meadows, einem gro├čen Park s├╝dlich der Uni, l├Ąsst sich ebenso auf Tauchgang durchs Gr├╝ne gehen. Wir durchquerten den Park auf dem R├╝ckweg von Arthur's Seat, als wir unterwegs ins Uni-Viertel und die Dean Gardens im Nord-Osten der Stadt waren.



Auch die Dean Gardens und ein Spaziergang entlang des kleinen Flu├čes Water of Leith f├╝hlen sich an wie ein ausgewachsener Tagesausflug in Natur und D├Ârflichkeit. Dabei ist man nur zehn Minuten vom Stadtzentrum entfernt. Auf dem R├╝ckweg dorthin machten wir Kaffeepause bei Cairngorm Coffee – mit ja, Kaffee, Avocado-Toast und einem Brownie.



Wer Edinburgh kennt, wird nicht ├╝berrascht sein, dass der Old Town eines meiner gr├Â├čten Highlights war. Verschachtelt enge Stra├čenz├╝ge, dichte Bebauung, alte Backsteinh├Ąuser – Harry Potter und Winkelgassengef├╝hle an jeder Ecke. Dann noch die einzeln bunt gestrichenen H├Ąuserfassaden und Wimpel zwischen den beiden Stra├čenseiten. Wie kann man hier nicht leben wollen?




Durch den Old Town bahnten wir uns an einem Vormittag Richtung Fr├╝hst├╝ck den Weg – unser Ziel war Loudons Bakery, ein gro├čr├Ąumiges Caf├ę s├╝d-├Âstlich des Zentrums, in dem es neben frisch gepressten S├Ąften und allerlei Geb├Ąck viel Vegetarisch/Veganes gab. Nat├╝rlich hatte ich mein obligatorisches Porridge und einen Karotten-Apfel-Ingwer-Saft. ­čąĽ

Edinburgh hat uns so gut gefallen, dass wir nach unserer Erstbegegnung im September 2017 Anfang des neuen Jahres einen erneuten Besuch machen mussten. Dabei haben wir bekannte Pl├Ątze aufgesucht und auch viel Neues gesehen – selbstverst├Ąndlich aber mehr oder weniger dieselben Fotos nochmal gemacht, weil man einfach nicht glauben kann, dass es da wirklich so aussieht.
Wer ├╝ber eine Reise nach Edinburgh nachdenkt: Ja. Unbedingt. Lieber heute als morgen. Im Folgenden eine kleine Liste f├╝r eure Liste, solltet ihr schon konkret planen. Und: Viel Spa├č und eine gute Reise! ­čçČ­čçž

Caf├ęs etc.

Urban Angel – 121 Hanover Street • The Caffeine Drip – 10 Melville Place • Cairngorm Coffee – 1 Melville Street • Breakfast, Brunch & Lunch – 65 Pleasance • Spoon – 6A Nicolson Street • Paradise Palms – 41 Lothian Street • Black Medicine Coffee – 2 Nicolson Street • Kilimanjaro Coffee – 104 Nicolson Street • Elephant & Bagels – 37 Marshall Street • Checkpoint – 3 Bristo Place

Shops/Museums etc.

Scottish National Portrait Gallery – 1 Queen Street • National Gallery of Scotland – The Mound • Waterstones – 128 Princes Street (vom Caf├ę im Obergeschoss kann man Tee trinkend aufs Schloss gucken) • Blackwells Bookshop – 53-62 South Bridge • Edinburgh Books – 145-147 West Port • Armchair Books – 72-74 West Port • Transreal Fiction – 46 Candlemarket Row

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